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Energieausweis ab 1. Juli 2008:
Mehr Transparenz beim Immobilienkauf und beim Mieten

Bundesrat und Kabinett haben der Einführung von Energieausweisen zugestimmt. Eigentümer müssen Käufern und neuen Mietern ab dem 1. Juli 2008 auf Verlangen über die Energiebilanz Auskunft geben.


Der Energieausweis wird nur für ganze Gebäude ausgestellt. Es gibt zwei Varianten, die Modernisierungsempfehlungen enthalten. Beim bedarfsorientierten Ausweis wird der rechnerische Energiebedarf anhand des Gebäudezustands ermittelt.


Der verbrauchsorientierte Ausweis hält den tatsächlichen Energieverbrauch fest.


Grundsätzlich können Hausbesitzer zwischen beiden Ausweisarten wählen. Einzige Ausnahme:


Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1977 errichtet und zwischenzeitlich nicht modernisiert wurden, wird der bedarfsorientierte Ausweis Pflicht.






Das sollten Käufer und Eigentümer wissen:


Ausweispflicht:

Grundsatz:


Für die meisten gebrauchten Wohngebäude besteht Wahlfreiheit zwischen bedarfsorientiertem und verbrauchsorientiertem Energieausweis.



Ausnahme:


Der Bedarfsausweis ist Pflicht für Häuser bis Baujahr 1977 mit bis zu vier Wohneinheiten, die nicht die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllen, also nicht modernisiert wurden.

Sonderregel:


Denkmalgeschützte Häuser unterliegen nicht der Ausweispflicht. Entscheidend ist das jeweilige Landesrecht.

Einführung:

1. Juli 2008      (Baujahre bis 1965)
1. Januar 2009 (Baujahre ab 1965)

Übergangsfrist:


Bis zum 1. Oktober 2008 können Eigentümer unabhängig vom Baujahr der Immobilie
zwischen beiden Ausweisen frei wählen.

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