Was wird ausgewiesen?


Die im April 2007 beschlossene Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt den Energieausweis für Neubauten und wesentlich geänderte Gebäude als standardisierte Bewertung und Dokumentation des Energiebedarfs verpflichtend vor. Dieser so genannte Bedarfsausweis ist zehn Jahre gültig.

Das einheitliche Klassifikationsschema deckt ein breites Zielspektrum ab: Es informiert über die energetische Qualität eines Gebäudes und seiner Anlagen, schafft Vergleichsmöglichkeiten auf dem Immobilienmarkt und gibt Impulse für Modernisierungsmaßnahmen. Für mehr Energieeffizienz - und damit für wirksamen Klimaschutz. Der Energieausweis muss Angaben zu zwei Aspekten enthalten:

  • Energiekennwerte über die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes,
  • Vergleichswerte zu anderen Gebäuden.

Energieausweis im Detail

Normverbrauch, Endenergiebedarf, Anforderungswerte - das alles wird im Energieausweis für gewerblich genutzte Neubauten dokumentiert.


Angaben zum Gebäude
Erfasst werden allgemeine Daten zum Gebäude, wie zum Beispiel Adresse, Gebäudetyp und Baujahr, Anlagentechnik und Baujahr und die Gebäudenutzfläche.


Energiebedarf des Gebäudes

Der Energieausweis weist den Energiebedarf als so genannten Normverbrauch oder Endenergiebedarf aus. Dieser Wert gibt die nach standardisierten Methoden berechnete, jährlich benötigte Energiemenge für Heizung, Lüftung, für die eingebaute Beleuchtung und Warmwasserbereitung an. Darüber hinaus werden die Bedarfswerte für einzelne Gebäudezonen ausgewiesen. Sämtliche Kennzahlen werden angegeben in kWh pro m² pro Jahr.

Ferner sind die Aufwandszahl der Anlagen für Heizung, Warmwasserbereitung und Lüftung sowie die Transmissionswärmeverluste angegeben. Sie entstehen, wenn Wärme über Außenwände, Fenster, Boden oder Dach ins Freie abgeleitet wird und damit verloren geht.


Label
Der Energieausweis soll verständlich und damit verbraucherfreundlich sein. Deshalb werden die ermittelten physikalischen Bedarfswerte grafisch aufbereitet. Vorteil: Die Abbildung auf einem so genannten "Bandtacho" erlaubt es, die Kennzahlen zur energetischen Qualität eines Gebäudes auf einen Blick zu erfassen.


Vergleichswerte
Wie hoch oder wie niedrig ist nun der Energiebedarf im Vergleich zu anderen Gebäuden? Als Vergleichsmaßstab dienen die in der Energiesparverordnung genannten Anforderungswerte für Neu- und Altbauten. Diese Werte werden ebenfalls im Label angegeben.