Wer benötigt ihn? 


Die Bilanzierung der Gesamtenergieeffizienz gewerblich genutzter Gebäude geht über die für Wohngebäude vorgesehenen Regelungen hinaus. Betroffen sind Produktions- und Werkstätten, Büro- und Verwaltungsgebäude, Geschäftshäuser, Schulen, Krankenhäuser, Hotels und Gaststätten. Der Energieausweis für Nichtwohngebäude erfasst neben den Bereichen Heizung, Warmwasser und Lüftung je nach Wahl auch den jeweiligen Bedarf oder Verbrauch für Kühlung/Klimatisierung und die eingebaute Beleuchtung. Eigentümer von Altbauten können zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis wählen.

Ein weiterer Unterschied zum Energieausweis für Wohngebäude ergibt sich für gemischt genutzte Gebäude. Prinzipiell werden Energieausweise nur für gesamte Gebäude erstellt, nicht für einzelne Wohneinheiten. Wenn aber ein Gebäude sowohl einen Gewerbebetrieb als auch eine Wohnung umfasst, ist für jeden Gebäudeteil und die jeweilige Nutzungsform ein einzelner Energieausweis vorgeschrieben.

Der Energieausweis für bestehende gewerbliche Gebäude:

  • ist Pflicht bei Neuvermietung oder Verkauf,
  • kann als Bedarfs- oder Verbrauchsausweis erstellt werden,
  • gilt für das gesamte Gebäude,
  • muss bei gemischt genutzten Gebäuden getrennt für den Wohn- und den gewerblich genutzten Bereich ausgestellt werden (zwei Energieausweise),
  • muss Informationen über die Gesamtenergieeffizienz enthalten,
  • ist zehn Jahre gültig,
  • in öffentlich genutzten Gebäuden mit einer Nutzfläche von mehr als 1.000 m² muss der Energieausweis ausgehängt werden.